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Sunday, October 11, 2015

Mut-Board


Schon seit einiger Zeit hängt über meinem Schreibtisch eine Magnettafel. 
Ich nenne sie mein Mut-Board. 
Dort vereinen sich Sprüche, die mich motivieren und Bilder, die mich glücklich machen. Man findet dort auch Listen mit Dingen, die mir wichtig sind und die mir vor Augen führen, für was ich dankbar sein darf. 
Manchmal nehme ich Dinge weg, weil ich merke, dass ich sie nicht mehr brauche, weil ich schon einen Schritt weiter bin. Oder es kommen neue Sprüche dazu, weil sich mein Fokus ändert. 
Das ist wunderbar, denn so merke ich auch, dass mein Leben im Fluss ist und ich mich ständig verändere - ja, verbessere. 

Ich möchte diese Gedankenstütze nicht mehr missen, denn sie hilft mir täglich dabei, neue heilende Glaubenssätze ins Hirn einzubrennen und zu erkennen, wie weit ich schon bin und was ich in meinem Leben alles an Stützen und schönen Dingen habe. 

Diese wirklich süsse Zeichnung von Nicole von livelifedeeply now hat es mir besonders angetan, die hängt an einem Ehrenplatz neben der Tür und erinnert mich beim Verlassen der Wohnung daran, jeden Tag ganz aktiv zum besten Tag des Lebens zu machen. Immer und immer wieder. 

In diesem Sinne, 

Carpe diem!

Carina  


Tuesday, August 25, 2015

Ferienzeit - Lesezeit


Ein grosses Hallo in die Runde!
 
Ich melde mich wieder zurück aus den Ferien. Ich hatte ein paar wunderbare Wochen angefüllt mit dem perfekten Mix aus Sonnenschein, Ruhe und spannenden Erlebnissen.
Ich war das erste Mal in meinem Leben Schnorcheln. Das ist perfekt, um das Hirn auszuschalten und das Hier und Jetzt zu bewundern.
Ich habe gegessen was auf dem Teller oder der Karte war und ansonsten viel entspannt, meditiert oder Spass gehabt.
 
Ich habe natürlich auch ganz viel gelesen. Neben inspirierenden Büchern (die stelle ich euch auch bald vor) habe ich eine tolle Zeitschrift entdeckt:
 
Die Happy Way.
 
Ein toller Mix aus schönen Bildern, tollen Reporten, Inspirationen und ganz vielen Tipps, die jedem der meine Seite liest, weiterhelfen können.
 
Am besten bekommt man die Zeitschrift wahrscheinlich an den grossen Bahnhof-Kiosken. Da stöbere ich sowieso am liebsten. Der Bahnhof selbst hat immer so eine tolle Aufbruchsstimmung und man findet ganz aussergewöhnliche Zeitschriften. Oft bin ich sogar erstaunt, zu welchen Themengebieten Zeitschriften angeboten werden. Neuerdings gibt es auch Zentangle-Zeitschriften. Zu diesem Thema hatte ich hier bereits geschrieben.
 
Also, viel Spass beim Inspirierenlassen und geniesst die Sommertage.
 
Liebe Grüsse,
Carina
 




Tuesday, January 27, 2015

Die Suche nach dem Selbst


Das Bild kennt ihr schon von hier. 

Ich wollte euch nur kurz berichten, dass ich durch bin mit dem 8-Wochen-Achtsamkeits-Meditations-Programm und ich bin begeistert. Immer noch. 

Dieses Buch und die beiden CDs mit Meditationsanleitungen haben es geschafft, dass ich stärker in Kontakt kommen kann mit mir selbst und mit dem, was ich eigentlich will. 
Ich habe mir nun ein eigenes halbstündiges Best-of-Meditations- und Yoga-Programm zusammengestellt, das ich gerne weiterhin in meinen Alltag integrieren möchte. Es hilft mir dabei, nach einem langen Tag zu meiner inneren Balance zurückzufinden und gibt mir meine Energie zurück - zack. Immer. Faszinierend. 

Zusätzlich ist mir wirklich aufgefallen, dass ich durch die Achtsamkeitsmeditation immer stärker lerne, mich nicht mit meinen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren, sondern diese als eigenständig und nicht unbedingt als mich beherrschend ansehen zu müssen. Das ist eigentlich der beste Effekt, der mir im Alltag bei meinen negativen Glaubenssätzen und ewigen Gedankenkreiseln am besten hilft. 

Also, hiermit spreche ich eine uneingeschränkte Empfehlung für das Buch aus! 

Apropos Empfehlung: Heute morgen habe ich einen wunderbaren Beitrag von Pia von malmini.de über Authentizität gelesen, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. 
Mich fasziniert das Thema Minimalismus schon seit längerem. Ich bin Lichtjahre vom minimalistisch leben entfernt, aber das Konzept und die Ansätze leuchten mir ein. Ihr Beitrag, warum es so wichtig ist, authentisch zu sein, passt wunderbar auch für Menschen mit Essproblematiken und geringem Selbstwertgefühl. Auch ihre Tipps, worauf man achten sollte, um seine Authentizität zu steigern, finde ich toll. 

Am Ende ist die Suche nach dem wahren Selbst wohl eine Lebensaufgabe, aber wie heisst es doch so schön: "Der Weg ist das Ziel". 
Und das passt dann wieder zur Achtsamkeit und zum Hier und Jetzt, Schritt für Schritt. Und da schliesst sich der Kreis. 

Liebe Grüsse, 
Carina 

Monday, January 5, 2015

Buchtipp zu Meditation und Achtsamkeit


Ich habe die Ferienzeit dafür genutzt, mich ganz ausführlich mit Achtsamkeitspraktiken zu beschäftigen. Dafür wurde mir ein Buch empfohlen, welches zwar für Menschen mit Depressionen geschrieben wurde, aber tatsächlich auch ohne irgendwelche Probleme auf Esssüchte angewendet werden kann. 
Denn wie bei Depressionen haben Menschen mit Essproblemen auch die Tendenz, immer und überall eher die Hürden und das Negative zu sehen und sich in ewigen Gedankenkreiseln zu verlieren. 

Das Buch Der achtsame Weg durch die Depression zeigt die Hintergründe depressiver und selbstboykottierender Verhaltensweisen auf und gibt eine 8-wöchige Mediationsanleitung auf 2 CDs, wie man seine Gedanken zur Ruhe bringt und sich selbst im Hier und Jetzt verankert. 

Ich mache das Programm nun schon in der vierten Woche und kann jetzt schon sagen, dass ich nach der Meditation voller Energie und positiver Gedanken bin, dass meine Nackenverspannungen ganz verschwunden sind und ich die kleinen Gewahrseinsübungen gut in meinem Alltag anwenden kann. 
Also wenn ich mich mal über etwas ärgere, dann gönne ich mir eine "Atempause", gehe in mich und lasse mich ganz auf meine Gefühle ein, ohne vor ihnen davonzulaufen. Mein Atem gibt mir die nötige Sicherheit dazu. 

Essen ist bei vielen Menschen eben eine Flucht, um die eigenen Gefühle nicht aushalten zu müssen. 

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch. Es ist nicht ganz billig, aber für mich hat es sich bereits gelohnt, einmal mehr mit meinem inneren Selbst und dem, was ich wirklich bin und fühle, in einem geschützten Rahmen in Kontakt zu kommen. 
Ihr glaubt gar nicht, wie viel Energie plötzlich übrig bleibt, wenn man gelernt hat, die überflüssigen und im schlimmsten Fall schädigenden Gedanken durch eine Atemtechnik abzustellen. 

Achtsamkeit ist ja ein klein bisschen zur Modeerscheinung geworden, aber für Menschen, die mit Essdruck zu kämpfen haben, ist es meiner Meinung nach ein wichtiger Schlüssel zu sich selbst und den eigenen Bedürfnissen. 

In diesem Sinne, 
Carpe diem!

Carina 

Sunday, November 30, 2014

Get on Apps - Kim Fleckenstein


Passend zum Start des Weihnachts-Countdowns möchte ich euch heute mit etwas bekannt machen, was mir während meiner Genesung wirklich sehr, sehr geholfen hat und auch heute noch ein wichtiger Teil meiner Entspannungstechnik ist. 

Die "Get on Apps" von Kim Fleckenstein 

Das sind Apps, die zu ganz verschiedenen Themen wie zum Beispiel Selbstliebe, Positives Denken, Achtsamkeit oder Entspannung eine ca. halbstündige Autosuggestions-Meditation anbieten. 

Ich höre diese Entspannungs-Apps vor dem Schlafengehen oder bei längeren Zugfahrten, am Strand oder wenn ich nach der Arbeit ein bisschen Entspannung brauche und "runterkommen" möchte. 

Kim Fleckenstein hat eine sehr angenehme Stimme und auch die Hintergrundmusik ist sehr unaufdringlich. Auch nach dem fünfzigsten Mal freue ich mich jedes Mal über meine Autosuggestions-Session. 

Ich habe wirklich sehr positive Resultate mit den Apps erzielt. Viele meiner negativen Glaubenssätze konnte ich dadurch aus meinem Gehirn ausradieren und ich merke einfach, wie sich mein Denken unterbewusst zum Positiven verändert hat. 

Und nun aufgepasst: Kim Fleckenstein hat für euch ab morgen einen tollen Adventskalender im Angebot! 
Ihr könnt euch hier registrieren und bekommt täglich eine Mail mit inspirierenden Worten und besonderen Angeboten.

Ich bin schon sehr gespannt auf das erste Türchen. 

Einen tollen ersten Advent wünscht euch, 
Carina 




Monday, October 20, 2014

Achtsamkeitsübung: Liebende Güte

Flowers of the day


Ich liebe diese Blumen und bin wahnsinnig dankbar, sie geschenkt bekommen zu haben. 

Und genau um dieses Thema geht es bei der Achtsamkeitsübung für diese Woche: 

Liebende Güte schenken 

Dieses Gefühl zu trainieren ist wahnsinnig wichtig. Wichtig für die Genesung und allgemein für ein glückliches und entspanntes Leben. 
"Liebende Güte" und Mitgefühl", das sind sowieso ganz wichtige Grundbegriffe in der Achtsamkeitslehre. Es ist nämlich DIE notwendige Grundhaltung in Hinblick auf deine Umwelt, aber auch im Hinblick auf dich selbst. 
Versuche diese Woche mal so oft es geht, das Gefühl von liebender Güte und Mitgefühl aufkommen zu lassen und ihm nachzuspüren. 
Wenn dich jemand aufregt oder zornig macht, dann versuche ihm mit Güte und Mitgefühl zu begegnen, nicht mit Wut oder negativen Gedanken. 

Ganz besonders wichtig ist diese Haltung, wenn sich diese Gefühle gegen dich selbst richten: 
Verurteile dich diese Woche mal nicht für deine Handlungen, für dein Nicht-Perfekt-Sein, sondern bringe dir stattdessen Mitgefühl und liebende Güte entgegen. Sei nachsichtig und sanft, so wie du es zu deiner besten Freundin auch sein würdest. 
Du wirst sehen, wie du dadurch entspannter und ruhiger wirst und wie der Druck gegen dich selbst nachlässt. 

Was mir auch immer wieder auffällt: Je nachsichtiger und liebender ich mit meiner Umwelt umgehe, desto mehr Liebe und Positives gibt mir meine Umwelt zurück. Manchmal eben auch in Form von Blumen - meist aber durch ein Lächeln oder kleine Geschenke von ganz fremden Menschen (ist mir diese Woche schon wieder mehrmals passiert). 

Eine tolle und gütige Woche wünscht euch

Carina 


Monday, October 13, 2014

Schnappschüsse




Vor kurzem habe ich einen wunderschönen Spruch gelesen: 

"Enjoy the little things in life, 
because one day you will look back, 
and realize they were the big things." 


Und es ist wahr, das Glück liegt in den kleinen, alltäglichen Dingen. Wir sind uns dieser Schönheit nur oft nicht bewusst und warten auf den einen, grossen, pompösen Augenblick. 

Ich finde es wunderbar, dass es ganz einfach ist, in Zeiten von Fotokamera, Facebook, Instagram, etc. diese Alltagswunder festzuhalten und sich daran zu erfreuen. 

Seit einiger Zeit schiesse ich jeden Tag mit meiner Telefonkamera ein Bild von einem schönen Gegenstand, einer schönen Landschaft oder einem Teil von mir, den ich schön finde, zum Beispiel ein Schmuckstück, ein besonderer Nagellack etc. Heute war mein "Picture of the day" meine neue Herbstdeko, auf die ich ganz stolz bin. 

Diese Schnappschüsse machen mir die kleinen Freuden des Alltags bewusst und helfen mir zu erkennen, welches Glück und welche Schönheit uns umgibt. 
Das hilft dann wiederum meiner Seele, genau die Nahrung zu bekommen, die sie braucht. Und mein Kopf lernt wieder, die Welt mit staunenden Kinderaugen zu betrachten und für einen Moment innezuhalten und dankbar für das kleine Glück zu sein. 

Viel Spass beim Fotografieren! 

Liebe Grüsse, 
Carina 

Friday, September 12, 2014

Medienfasten: Wer macht mit?



Sodeli, ich bin dann mal weg. 

Weg von Nachrichten, Internet, Telefon, DVDs, Fernsehen, Zeitschriften, Zeitungen, Romanen und - ja auch - Blogs. 

Ich bin mal eine Woche nur im Leben 1.0 unterwegs und lasse keine Ukraine-Krise, kein Ebola-Virus, keine Flüchtlingswelle aus Syrien an mich heran. 

Ich sauge mein Hier und Jetzt ganz bewusst in mich ein und lenke mich nicht mit dem Smartphone von meiner unmittelbaren Wirklichkeit und ihren Details ab. 

Ich stelle mich dem "Gerade-nicht-mitreden" und "Gerade-nichts-beitragen" mit voller Breitseite und weiss doch, meine Welt wird sich weiterdrehen. Meine Freunde werden auch ohne Facebook weiterhin an mich denken und mich wertschätzen. 

Und vor allen Dingen stelle ich mich der Langeweile und meiner inneren Stimme, die dann ganz laut werden darf und sich dann auch traut, meine wahren Bedürfnisse auszusprechen. Ich habe keine Angst vor der Konfrontation mit mir selbst, denn ich weiss, ich werde nach der Woche so viel mehr über mich erfahren haben und ganz ausbalanciert in meiner inneren Mitte angekommen sein. 

Ich freue mich auf das tolle Gefühl, ganz da und ganz wach zu sein und die Welt intensiver wahrzunehmen. Plötzlich werde ICH im Mittelpunkt meiner Welt stehen und nicht die Models der New York Fashion Week oder die Vorzeige-Bloggerin mit ihren perfekten Outfits und ihren tollen Kuchenkreationen. 

Wer traut sich? Wer macht mit??? 
Wie und wo und warum könnt ihr auch hier nochmal nachlesen.
Ich würde mich über euren Kommentar dazu freuen. - Den lese ich dann, wenn ich wieder online bin ;-) 

So, und tschüüüüüüss...... 

Liebe Grüsse, 
Carina 

Monday, September 1, 2014

Achtsamkeitsübung: Nach jedem Bissen das Besteck ablegen


Bei dieser Übung geht es darum, das Essen auf dem Teller bewusst wahrzunehmen. 
Wie häufig liesst man beim Essen nebenher Mails, schreibt SMS, schaut fern, liesst oder blättert in Zeitschriften. 
Dass das schlecht für das Sättigungsgefühl ist, weiss man ja noch so mehr oder weniger. 
Aber selbst wenn man das Essen bewusst am Esstisch ohne Ablenkung einnimmt, ist man mit den Gedanken oft ganz woanders und schluckt Bissen für Bissen, ohne ihn wirklich wahrzunehmen. 
Und dann steht man vom Tisch auf und ist nicht wirklich befriedigt und will noch mehr. 

Mit der Achtsamkeitsübung


Nach jedem Bissen das Besteck ablegen


isst man auf der einen Seite automatisch langsamer, kaut besser, aber man nimmt auch die einzelnen Bissen stärker und bewusster wahr. Durch diese zusätzlichen Unterbrechungen wird man gezwungen, das Essen wirklich anzusehen, die einzelnen Aromen mit der Nase und mit den Augen aufzunehmen. Dadurch bekommt das Gehirn dann auch die Möglichkeit, ein ganzheitliches Sättigungsgefühl aufbauen zu können. 

Versucht doch mal während der nächsten Tage an mindestens zwei Mahlzeiten des Tages das Besteck während den einzelnen Bissen abzulegen. Ihr werdet sehen, irgendwann gewöhnt man sich an das langsamere Essen und an den Genuss, den es bringt. 

Ich habe mir angewöhnt, mir für mindestens eine Mahlzeit am Tag bewusst 20 Minuten Zeit zu nehmen. Und siehe da, mittlerweile esse ich auch unterbewusst bei den anderen Mahlzeiten langsamer. 
Es lohnt sich, das mal eine Woche bewusst zu üben, dann prägt es sich ganz von alleine als neue Verhaltensweise ein. 
Ich habe übrigens mal irgendwo gelesen, dass es mindestens 3 Wochen braucht, bis sich eine neue Verhaltensweise in unsere Hirnwindungen einprägt. 
Das ist der Grund, warum die Achtsamkeitsübungen alle über eine Zeit lang angewendet werden müssen, damit sich wirklich etwas in der Denkweise ändert. 

Und jeder Weg beginnt ja bekanntlich mit dem ersten Schritt, in diesem Fall mit dem ersten Besteck. 

Viel Spass wünscht euch, 
Carina 


Monday, August 11, 2014

Nur heute

Da ich mittlerweile das Essen nicht mehr dafür verwende, um meine Gefühle und Empfindungen zu unterdrücken, kommen von Zeit zu Zeit genau diese Gefühlswellen hoch, die ich früher so schön mit Zucker ersticken konnte, damit ich funktionieren und produktiv sein konnte. 
Heute fühle ich mich manchmal von all diesen neuen Gefühlen und Ängsten überrollt und blockiert. Dann hilft mir eine Strategie sehr gut dabei, nicht den Mut zu verlieren und in alte Verhaltensmuster zurückzufallen: 
Ich sehe mein Leben nicht mehr im Blickwinkel von Gestern und Morgen mit all den Gedanken, die sich daraus ergeben, sondern ich fokussiere nur auf den heutigen Tag. Das nimmt sofort den Druck, das grosse Endziel jetzt erreichen zu müssen. Denn wenn man nur auf das Heute schaut, dann kann man auch nur die kleinen Schritte tun, die man eben genau heute zum grossen Ganzen beitragen kann. Und auch wenn man dann vielleicht einmal nicht die Kraft hat, einen Schritt nach vorne zu gehen, dann ist das eben auch nur für heute so. Morgen ist ein neuer Tag, ein neuer Abschnitt. Diese Denkweise nimmt mir den Druck und die Ungeduld. 
Es gibt eine schöne Leitlinie der Schriftstellerin Sibyl Partridge. Ich lese mir diese immer wieder gerne durch. Allerdings habe ich an meiner Pinnwand zusätzlich noch meine ganz eigene Liste mit Dingen, die ich heute konkret tun kann, um ein Stückchen gesünder, freier und glücklicher zu werden. Und das jeden Tag aufs Neue. Immer wieder. Schritt für Schritt. Nur heute. 
NUR HEUTE von Sibyl F. Partridge
  1. Heute will ich glücklich sein. Deshalb glaube ich, was Abraham Lincoln sagte: «Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie sein wollen.» Glück kommt von innen, es hat mit äußeren Umständen nichts zu tun.
  2. Heute nehme ich alles, wie es ist, und zwinge den Dingen nicht meinen Willen auf. Familie, Arbeit und Glück – ich nehme es, wie es kommt, und stelle mich darauf ein.
  3. Heute kümmere ich mich um meinen Körper. Ich bewege ihn, pflege ihn, ernähre ihn und vernachlässige oder missbrauche ihn nicht, damit er so perfekt reagiert, wie ich es mir wünsche.
  4. Heute trainiere ich meinen Geist. Ich lerne etwas Nützliches und faulenze nicht,  sondern lese etwas, das Anstrengung, Konzentration und Denkarbeit verlangt.
  5. Heute mache ich drei Seelenübungen: Ich erweise jemand einen Gefallen, ohne dass er es merkt, und tue zwei Dinge, die ich nicht gern tue, um in Übung zu bleiben, wie William James das nennt.
  6. Heute möchte ich erfreulich sein. Ich mache mich so hübsch wie möglich, ziehe mich nett an, spreche leise, bin höflich, lobe oft, kritisiere niemand, nörgle nicht und versuche nicht, andere zu ermahnen oder zu verbessern.
  7. Heute lebe ich allein für diesen Tag und versuche nicht, alle Probleme meines Lebens auf einmal zu lösen. Zwölf Stunden kann ich Dinge tun, die ich hassen würde, wenn ich sie mein ganzes Leben tun müsste.
  8. Heute mache ich mir ein Programm. Ich teile die Zeit genau ein und schreibe es mir auf. Vielleicht halte ich die Einteilung nicht durch, aber immerhin habe ich sie gemacht. Damit vermeide ich zwei lästige Übel: Eile und Unentschlossenheit.
  9. Heute nehme ich mir eine ruhige halbe Stunde und entspanne mich. In dieser halben Stunde denke ich auch an Gott, um in mein Leben eine größere Dimension zu bringen.
  10. Heute bin ich ohne Angst, vor allem habe ich keine Angst davor, glücklich zu sein, das Schöne zu genießen, zu lieben und zu glauben, dass die Menschen mich auch lieben, die ich liebe.


Also in diesem Sinne: Das Heute ist das was zählt. Dann lösen sich sicher 90% aller negativer Gedanken in Luft auf, da sie sich aus dem Gestern und Morgen nähren. 

Carpe diem, 
Carina 

Monday, July 14, 2014

Zentangle


Ich möchte euch heute eine neue und ziemlich kreative Meditationstechnik vorstellen, das Zentangle.
Ihr kennt doch sicher folgende Situation: Früher als die Telefone noch ein Kabel hatten, hat man häufig beim stationären Telefonieren ganz in Gedanken versunken vor sich hin gekritzelt. Da entstanden dann ganz unterbewusst auf einem weissen Blatt Papier Sterne, Kreise und Ornamente. So ähnlich funktioniert auch Zentangle.
Man nimmt sich eine halbe Stunde Zeit, versucht sich in eine entspannte Atmosphäre zu bringen, greift zu einem schönen, weichen Stift und einem hochwertigen Stück Papier der Grösse 9x9 cm. Dann beginnt man, ganz sorgfältig und überlegt, Ornamente und Zeichenelemente aufs Papier zu bringen und am Ende entsteht eine liebevolle Zeichnung, die man dann mit anderen Zeichnungen kombinieren oder einzeln rahmen kann.
Wichtig ist bei der ganzen Zeichnerei, den Fokus auf die Sorgfalt und Konzentration zu legen. Deswegen ist auch das hochwertige Papiermaterial notwendig und der gutschreibende schwarze Stift, der auf keinen Fall über das Papier kratzen darf. Diese Übung soll Gelassenheit und Entspannung fördern und im besten Fall meditativ wirken. Da ist es wichtig, dass der Vorgang selbst sich gut anfühlt und alle Bewegungen im Fluss sind.



Ich hatte damit am Anfang ein paar Probleme. Natürlich macht man beim Zeichnen Fehler, die Zeichnung wird am Ende unperfekt und verschmiert an einigen Stellen, wenn man nicht aufpasst.  Auch der innere Kritiker ist bei dieser Übung am Anfang noch sehr stark im Kopf präsent mit seinen destruktiven Bemerkungen und seinen kritischen Kommentaren. Aber wie bei jeder meditativen Technik braucht es einfach ein wenig Training und Geduld.


Als ich mein erstes Zentangle gezeichnet habe, habe ich gedacht: „Was ist das bloss für ein blödsinniger Mist und was für eine Zeitverschwendung!?!“ Aber dann habe ich der Sache noch eine Chance gegeben, bin in einen Schreibwarenladen gegangen und habe mir einen tollen Stift und dickes Papier gekauft und mir für mein zweites Zentangle mehr Zeit und mehr Sorgfalt gegönnt.
Beim dritten Zentangle hatte ich dann tatsächlich einen sehr friedlichen Flow-Moment beim Zeichnen und beim vierten Mal hat es mich dann auch wirklich entspannt und die Kritiker-Stimme war verschwunden.
Es lohnt sich also (wie bei so vielen Dingen) ein wenig Durchhaltevermögen zu zeigen und sich für neue Möglichkeiten und Erfahrungen zu öffnen.



Es wird zwar bei der Original-Technik auf quadratischen Zetteln gezeichnet, damit man die Zeichnung drehen kann und dadurch die bereits gefertigten Striche nicht mit der Hand verschmiert. Ich zeichne allerdings mittlerweile lieber in ein kleines Büchlein. Ich muss zwar ein bisschen mehr Zeit darauf verwenden, die Striche trocknen zu lassen, aber ich finde es trotzdem praktischer für die Handtasche. Auf ein Notizbüchlein mehr oder weniger kommt es ja bei meiner ganzen Notizbuch-Bibliothek in der Handtasche eh nicht mehr an. ;-)




Ich kann nur jedem empfehlen, das Zentanglen als Entspannungstechnik mal auszuprobieren. Es gibt unzählige Beispiele im Internet und auch viele Anleitungen bei Youtube. Unter zentangle.com kann man sogar ein Starter-Kit bestellen.

Meine Meinung dazu ist allerdings, dass man mit einem guten Stift und etwas hochwertigem Papier alles hat, was man braucht. Ich hoffe, ihr lasst euch von meiner Zentangle-Begeisterung anstecken und probiert es einmal aus.



Schreibt mir doch, welche Erfahrungen ihr mit dem Zentanglen gemacht habt und ob ihr das Zentanglen auch in Zukunft zur Entspannung nutzen werdet. Ich bin gespannt auf euren Kommentar.

Liebe Grüsse,
Carina

Monday, July 7, 2014

Instagram als Zufriedenheits-Tagebuch


Ich bin schon seit längerem ein grosser Fan von Instagram und bin dort unter dem Namen Seelenfutter auch fleissig am Bilderschiessen. 

Nun kann man nach der Übernahme von Instagram durch Facebook zu den Datenschutzbestimmungen stehen wie man will, Spass macht es mir trotzdem. Instagram ist für mich ein grosser Inspirations-Fundus, aus dem ich mir immer wieder neue Anregungen von tollen Menschen und von wunderschönen Bildern hole. 

Aber man kann Instagram auch zu etwas ganz anderem Wunderbaren nutzen: Als Zufriedenheits-Tagebuch. Die altmodische Variation habe ich ja schon hier vorgestellt. 
Wer aber nicht so gerne schreibt und lieber Bilder sprechen lässt, dem empfehle ich, doch einfach täglich mit dem Smartphone ein Bild von etwas zu knipsen, das einem an diesem Tag zufrieden und glücklich gemacht hat und es dann mit dem Hashtag "#happyday" auf Instagram zu veröffentlichen. 

Dann geht man mit ganz anderen Augen durch den Alltag und ist offen für die kleinen besonderen und schönen Dinge, die man sonst übersieht. Es gehört - wie bei allem - ein wenig Übung dazu, auch daran zu denken. Aber ihr werdet sehen, schon nach kurzer Zeit wird es zur Gewohnheit, die euch ein kleines bisschen glücklicher macht. 

Viel Spass wünscht, 
Carina 

Monday, June 16, 2014

Achtsamkeitsübung: Bitte lächeln!



Diese Woche gibt es endlich wieder eine Achtsamkeitsübung. Ich freue mich, dass diese Übungen bei euch so gut ankommen. 
Achtsamkeit ist auch für mich persönlich ein ganz wichtiger Baustein für meine innere Balance und hilft mir, verstärkt im Hier und Jetzt präsent zu sein und die Gegenwart zu schätzen und zu geniessen. 

Die Übung für diese Woche ist ganz einfach: lächeln! 

Und zwar immer und überall. Lächle, auch wenn es dir gerade nicht zum Lächeln zumute ist. Gerade dann ist es wichtig. Lächle, wenn du wütend auf jemanden bist. Lächle, wenn du dich unwohl in einer Situation fühlst. Lächle, wenn dir zum Weinen zumute ist. Lächle, wenn du in den Spiegel schaust. 

Indem du lächelst, suggerierst du deinem Gehirn, dass du glücklich bist. Und schon stellt es auf "Positiv" um und lässt die Glückshormone fliessen. 

Du trickst dein Gehirn erst einmal aus. Aber das Tolle daran ist, dass du durchs Lächeln tatsächlich glücklicher wirst, getreu dem Spruch: 

"Fake it 'till you make it!"

Wie bei allem ist es erst einmal eine Übungssache, aber du wirst sehr bald spüren:

je mehr du der Welt entgegen lächelst, desto mehr wird die Welt zurücklächeln. Versuch es. 

:-) 

Liebe Grüsse,
Carina 

Monday, June 2, 2014

Mein Zufriedenheits-Journal


Heute zeige ich euch einen meiner vielen ständigen Begleiter, die mich dazu zwingen, immer mit einer grossen Handtasche herumzulaufen.
Aber ich sage euch, das ist es mir mehr als wert. Und auf der anderen Seite würde ich wahrscheinlich auch mit den wunderschönen grossen Handtaschen herumlaufen, wenn sie leer wären.
 
Aber zurück zum Thema: mein Zufriedenheitsjournal.

 
 
 
Ursprünglich als Kalender auf die Welt gekommen, ist es für mich soviel mehr. Es ist Glücklichmacher, Erinnerungsstütze, Motivations-Coach und (auch, ja) Kalender in einem.
 
Ich nehme mir jeden Tag abends die Zeit (meist bei einer schönen Tasse Tee), denke kurz nach und schreibe dann mindestens 3 Sachen in mein Journal, weswegen ich zufrieden oder glücklich bin.
 
Das hilft mir, auf das Positive des Tages zu fokussieren. Denn oft macht man genau das Gegenteil: man ruft sich immer wieder das in Erinnerung, was schief gelaufen ist oder wo man "versagt" hat und nicht optimal, perfekt, hundertprozent funktioniert hat.
 
Das ist aber die falsche Strategie. Wenn man sich jeden Tag bewusst macht, wie wunderbar, einzigartig und erfolgreich man doch in den kleinen Dingen ist, dann prägt sich das irgendwann auch im Gehirn ein und man denkt irgendwann von ganz alleine selbstbewusst und positiv.
 
Und bis dahin kann einem das Zufriedenheits-Journal neben als seinen anderen wunderbaren Eigenschaften eben auch eine Lernhilfe sein.
 
Liebe Grüsse,
Carina 

Saturday, May 17, 2014

Achtsamkeitsübung: Auf die Farbe Blau achten



Eine Möglichkeit, um seine Aufmerksamkeit für die Umwelt und das Hier und Jetzt zu schulen, ist, sich auf eine spezielle Farbe zu konzentrieren. 

Versucht doch diese Woche mal, besonders auf die Farbe Blau zu achten. Und plötzlich wird sie überall auftauchen und ihr werdet denken "Wieso ist plötzlich alles blau um mich herum?". Ihr werdet die unterschiedlichsten Blau-Nuancen entdecken und wie ein kleines Kind voller Staunen durch die Welt laufen. 

Das funktioniert übrigens auch mit jeder anderen Farbe und anderen Dingen. 

Denn wer kennt das nicht? Da ist jemand aus dem Familienkreis schwanger und schon wimmelt es auf den Strassen und in der U-Bahn nur noch von Schwangeren. 
Ihr wollt euch ein neues Auto kaufen und schon erscheint überall Werbung von Autos und jeder redet darüber. 
Ist das wirklich so? Nein, es kommt euch nur so vor, weil eure Aufmerksamkeit genau auf dieses Thema sensibilisiert wurde. 

Also in der neuen Woche dürfen wir alle etwas blauäugig durch die Welt gehen. 

Liebe Grüsse, 
Carina 

Monday, May 12, 2014

Achtsamkeitsübung: Medienfasten

Ich lasse die neue Woche mit einer neuen Achtsamkeitsübung beginnen. Ich lege euch diesmal eine Übung ans Herz, die nicht ganz einfach ist, die aber eine sehr grosse Wirkung hat.
 
Medienfasten

 
Versucht doch mal, eine Woche ganz ohne Medien auszukommen. Das heisst, ihr lasst eine Woche lang den Fernseher und das Radio ausgeschaltet, lest keine Zeitungen, keine Bücher und Zeitschriften und lasst auch das Smartphone links liegen.

 
Mails nachschauen beschränkt ihr am besten auf 1-2 mal am Tag.

 
Das hört sich hart an? Ist es auch. Man lenkt sich normalerweise ununterbrochen durch Medien ab und merkt es gar nicht mal. Erst wenn man diese Art von Ablenkung und ein Stück weit auch Betäubung für eine gewisse Zeit weg lässt, hört man die innere Stimme wieder.
Es gibt vielleicht einen Grund, warum man die innere Stimme gar nicht hören möchte. Vielleicht würde sie einen auf unangenehme Umstände aufmerksam machen, die man am liebsten verdrängt. Oder sie würde auf die innere Leere hindeuten, die plötzlich auftauchen wird, wenn man sich nicht mehr mit Medien ablenkt.

 
Ich rate euch aber trotzdem, dieses Medienfasten mal für eine Woche durchzuziehen, auch wenn das bedeutet, dass ihr eine Woche auch auf meinen Blog verzichten wollt ;-).....

 
Der Kopf kommt verstärkt zur Ruhe, wird nicht mehr andauernd mit Informationen zugemüllt. Das wiederum bringt auch ein Stück weit den Körper zur Ruhe. Ich habe nie besser geschlafen als während meiner Medienfastenwochen. Ihr werdet näher dran sein an eurer inneren Stimme und damit an euren wahren Bedürfnissen. Ihr werdet feststellen, wie erholsam und reinigend es für die Seele ist und wie gut es sich anfühlt, den Kopf frei zu haben. Nicht gleich morgens mit den neuesten Kriegs- und Schreckensmeldungen die eigenen Angstgefühle zu verstärken, wird euch auch die eigenen Sorgen etwas nehmen und euch ein Gefühl von innerem Frieden geben.

 
Also, die Aufgabe für diese Woche erfordert etwas Diziplin und vielleicht spürt ihr auch ein paar Tage einen regelrechten Entzug, aber ich verspreche euch, ihr werdet tolle Erfahrungen machen und gestärkt aus der Woche herausgehen.

 
Viel Spass und ich freue mich, euch dann erst nächste Woche wieder hier begrüssen zu dürfen.

 
Liebe Grüsse,
Carina

Monday, May 5, 2014

Achtsamkeitsübung: Achte aufs Detail!

 
Die Achtsamkeitsübung für diese Woche lautet:
 
 Nimm dir die Zeit, auf Details zu achten!
 
Wie oft läuft man durch die Welt, ohne ihre Schönheit auch bewusst wahrzunehmen. Gerade die Menschen, deren Gedanken sich zu 90% um ihre Sucht und Sorgen drehen, nehmen die Umwelt oft gar nicht bewusst wahr. Und gerade das ist schade. Denn nicht nur die Seele, auch das Auge hat Hunger. Es hat Hunger nach Schönheit, Ästhetik, Natur und Bewegung. Auch das Auge will gefüttert werden und hilft dadurch auch wiederum der Seele, satt zu werden.
 
Ich muss mich selbst an die eigene Nase fassen. Wie oft sagt mir jemand: „Schau mal dort und sieh mal da!“ – und ich stelle fest, dass ich wieder einmal mit meinen Gedanken bei meiner to-do-Liste oder beim Planen der nächsten Woche war und gar nicht mitbekommen habe, was es Aufregendes in der momentanen Welt um mich herum zu entdecken gibt.
 
Deswegen rufe ich euch hiermit auf, euch die Details der Häuser und Blumen auf eurem Spaziergang, die Menschen an der Arbeit, im Zug, im Kaufhaus genau anzuschauen und immer wieder zu üben, auch die kleinen, unbedeutenden Details zu beachten. Irgendwann wird diese Übung dann zur Routine und ihr werdet mit offeneren Augen durch die Welt gehen und an dieser Fülle um euch herum automatisch satt werden.
 
Viel Spass dabei,
 
Carina

Friday, April 25, 2014

Achtsamkeitsübung: Zuhören

Ich sage ja immer, dass das einfachste Rezept, um die die Essstörung hinter sich zu lassen und endlich seine eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, darin besteht, im Hier und Jetzt zu leben und sich nicht auf die Verhaltensweisen der Vergangenheit und die Sorgen und Ängste der Zukunft einzulassen.
Das ist natürlich erstmal leichter geschrieben als getan.
In diesem Zusammenhang gibt es aber wunderbare Übungen, die die Achtsamkeit, die Aufmerksamkeit für den jetzigen Moment schulen.
Ich möchte euch ab jetzt gerne eine Achtsamkeitsübung pro Woche vorstellen. Versucht doch einmal, diese Übung während einer Woche regelmässig in euren Alltag zu integrieren. Es wird nicht immer auf Anhieb funktionieren, aber das ist wie alles eine Frage der Gewohnheit.
Die Achtsamkeitsübung dieser Woche heisst:
 
„Höre deinem Gegenüber bewusst zu und sauge seine Worte auf wie ein Schwamm!“
Als ich noch fest in meiner Essstörung gefangen war und sich meine Gedanken zu 90% ums Essen und Nicht-Essen gedreht haben, da habe ich häufig zu hören bekommen, dass ich gar nicht richtig zuhöre, dass ich mit meinen Gedanken oft woanders bin und sofort wieder vergessen habe, was das Gegenüber gesagt hatte. Wenn man seine volle Aufmerksamkeit auf das Gegenüber und das Gespräch lenkt, dann hören die negativen Gedanken zwangsweise auf, sich im Kopf im Kreis zu drehen und man kann sie ausschalten. Man kann dann ganz im Hier und Jetzt verharren und das Gespräch wird zum Seelenfutter, das einen nähren kann.
Vorausgesetzt, man hat wirklich Interesse an dem, was das Gegenüber sagt. Denn machmal entpuppt sich der Gesprächspartner als Energiesauger, der selbst nur im Jammern, Klagen und Negativsein verharrt und einem dabei alle Energie nimmt. Nach so einem Gespräch ist man nicht seelisch gesättigt, im Gegenteil, man fühlt sich leer und ausgelaugt.
Wenn dies passiert, solltest du dir Gedanken darüber machen, ob diese Person es wirklich wert ist, weiterhin ein Teil deines kostbaren Lebens zu sein.
Ich habe diese Erfahrung während meiner Genesung bewusst gemacht und dadurch einige sogenannte Freundschaften aussortiert, die mir nur meine Energie geraubt haben.
Versuche diese Woche also bewusst, bei allen Gesprächen, die du führst, ganz aufmerksam und bis zum Ende zuzuhören. Denn gute Gespräche sind tausendmal sättigender als jedes Nahrungsmittel.
 
Liebe Grüsse,
Carina