Ich habe heute mal wieder einen Buchtipp für euch.
Es ist nicht nur das Thema selbst, das mich an diesem
Buch tief berührt hat, sondern auch die autobiografische Geschichte der
Autorin. Sie hat selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen (sie nennt unter
anderem eine Depression), die mir immer wieder Parallelen zu meinem eigenen
Leidensweg aufzeigen. Dieses Buch steckt voller interessanter Leitworte und
Hilfen für den täglichen Kampf gegen alle Typen von negativen Glaubenssätzen.
Mich hat dieses Buch daher während dem Lesen nicht nur
einmal tief berührt und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass
ich das Buch in die Hand genommen habe.
Aber ihr wollt sicherlich auch wissen, was denn nun
die 5 Dinge sind, die Sterbende am meisten bereuen. Hier kommen sie:
1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben, und nicht nach den Vorstellungen der anderen.
2. Ich wünschte, ich hätte nicht so hart gearbeitet.
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gepflegt.
5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.
Ich weiss nicht, welchen von diesen Punkten ihr
persönlich am meisten bereuen würdet, aber bei mir wäre es definitiv Punkt 3.
Ich arbeite eigentlich an allen Punkten, aber Gefühle
auszudrücken ist nun wirklich etwas, das mir immernoch schwer fällt. Und zwar
aus dem Grund, dass ich eigentlich immer darauf geachtet habe, erst gar keine
Gefühle zuzulassen, unter anderem um nicht verletzt zu werden und die Kontrolle
zu behalten.
Das heisst als erstes muss man lernen und den Mut
haben, Gefühle (positive und negative) zuzulassen und auch im Körper zu
erleben. Wie fühlt sich das Gefühl an, wo spüre ich es im Körper? Erlaube ich
dem Gefühl überhaupt dazusein?
In diesem Zusammenhang bin ich auf eine Webseite
gestossen, die eine Anleitung zu körperbezogener Herzarbeit gibt. Dort wird
genau beschrieben, welche Schritte man durchgehen muss, um ein Gefühl wirklich
zu spüren, um dann zu schauen, was dieses Gefühl genau von mir braucht (zum Beispiel
Anerkennung, Erlaubnis, Verständnis oder einfach nur einen Raum um gefühlt zu
werden).
Ich bin noch ganz am Anfang, diese Technik
auszuprobieren und es ist gar nicht so einfach. Dennoch merke ich, wie wichtig
es ist, seine Gefühle zuzulassen und auszudrücken. Denn ich habe in der
Vergangenheit immer wieder gemerkt wie stark das „Gefühle runterschlucken“ mit
dem Essdruck verbunden ist.
Ich werde aber definitiv nicht warten, bis ich alt und
krank bin. Genau jetzt ist die beste Zeit für Mut! Also traut euch!
Liebe Grüsse,
Carina